Abgasuntersuchung nicht bestanden: Ursachen erkennen

Abgasuntersuchung nicht bestanden

Wurde die Abgasuntersuchung nicht bestanden, liegt häufig ein Fehler im Motor- oder Abgasmanagement vor. Mögliche Ursachen reichen von einer leuchtenden Motorkontrollleuchte und fehlerhaften Sensorwerten bis zu Zündaussetzern, einer undichten Abgasanlage oder einer unzureichenden Katalysatorwirkung. Entscheidend ist, welcher Prüfpunkt beanstandet wurde.

Weiterfahren?
abhängig vom Fehlerbild
Ernst
mittel bis hoch
Häufig
Sensoren, Gemisch, Abgasbauteile
Sofort kritisch
MKL blinkt oder Motor ruckelt
Nächster Schritt
Prüfbericht auswerten

Wichtig: Der Ratgeber ersetzt keine Diagnose

Eine nicht bestandene Abgasuntersuchung sagt zunächst nur, dass ein vorgeschriebener Prüfpunkt nicht erfüllt wurde. Daraus folgt noch nicht automatisch, welches Bauteil defekt ist.

Ein erhöhter Abgaswert kann durch Gemischbildung, Zündung, Einspritzung, Motorverschleiß oder unzureichende Abgasnachbehandlung entstehen. Auch eine leuchtende Warnlampe, gespeicherte Fehler oder nicht abgeschlossene Systemüberwachungen können eine Rolle spielen.

TOP Diagnose Flow: Was sollten Sie jetzt tun?

Prüfbericht auswerten

Das Fahrzeug fährt normal und es gibt keine blinkenden Warnleuchten. Lassen Sie zuerst feststellen, welcher Messwert oder Prüfpunkt beanstandet wurde.

Nicht aufschieben

Die Motorkontrollleuchte leuchtet, der Verbrauch ist erhöht oder der Motor läuft unruhig. Der technische Fehler sollte vor der erneuten Prüfung behoben werden.

Nicht weiterfahren

Die Motorkontrollleuchte blinkt, der Motor ruckelt stark, riecht nach Kraftstoff, raucht oder verliert deutlich Leistung. Folgeschäden sind möglich.

In 20 Sekunden erklärt

Bei der Abgasuntersuchung werden abhängig von Fahrzeug und Antrieb das Motor- und Abgasmanagement sowie relevante Emissionswerte kontrolliert.

Wird die Untersuchung nicht bestanden, kann ein tatsächlich erhöhter Schadstoffausstoß vorliegen. Möglich ist aber auch ein elektrischer oder diagnostischer Fehler, etwa eine leuchtende Motorkontrollleuchte, ein nicht plausibles Sensorsignal oder eine gestörte Systemkommunikation.

Der Prüfbericht ist deshalb der Startpunkt der Diagnose. Teiletausch nach dem Prinzip Hoffnung ist dagegen eine eher teure Form der Lotterie, selbst wenn wir hier keine Preise nennen.

Entscheidungshilfe

Was beanstandet wurde Typische Einordnung Was sinnvoll ist
Motorkontrollleuchte leuchtet Fehler im Motor- oder Abgasmanagement gespeichert Fehlerspeicher und Messwerte prüfen lassen
Motorkontrollleuchte funktioniert nicht Warnfunktion oder Kombiinstrument gestört Kontrollleuchte und Ansteuerung prüfen
Fehlercodes vorhanden Emissionsrelevante Störung erkannt Ursache diagnostizieren, nicht nur Fehler löschen
Diagnosesystem nicht auslesbar Kommunikations-, Spannungs- oder Steuergeräteproblem möglich Diagnoseanschluss und Bordnetz prüfen
CO-Wert zu hoch Gemisch zu fett oder Katalysatorwirkung unzureichend Gemischregelung und Katalysator prüfen
HC-Wert zu hoch Unverbrannter Kraftstoff oder Fehlzündungen möglich Zündung, Einspritzung und Kompression prüfen
Lambdawert unplausibel Gemischabweichung, Falschluft oder Abgasleck möglich Lambdaregelung und Dichtheit prüfen
Trübungswert bei Diesel auffällig Erhöhte Rußbildung oder gestörte Luftversorgung möglich Einspritzung, Luftsystem und DPF prüfen
Partikelfilterfehler gespeichert Beladung, Sensorik oder Regeneration gestört DPF-Systemdaten auswerten
NOx- oder SCR-Fehler gespeichert Sensor, AdBlue-Dosierung oder Katalysator möglich Gesamtes SCR-System prüfen
Abgasanlage undicht Messwerte können verfälscht werden Undichte Stelle lokalisieren
Motor läuft unruhig Verbrennung einzelner oder mehrerer Zylinder gestört Zünd- und Einspritzsystem prüfen
Schwarzer Rauch sichtbar Zu viel Kraftstoff oder zu wenig Luft möglich Luftversorgung und Einspritzung prüfen
Blauer Rauch sichtbar Ölverbrennung möglich Motor, Kurbelgehäuseentlüftung und Turbolader prüfen
Motor war bei der Prüfung nicht betriebswarm Abgasnachbehandlung möglicherweise noch nicht im Arbeitsbereich Technischen Zustand prüfen und Messbedingungen beachten

Mögliche Ursachen, nach typischer Praxisnähe

Häufig: Motorkontrollleuchte aktiv

Ein gespeicherter emissionsrelevanter Fehler kann dazu führen, dass das Fahrzeug die Abgasuntersuchung nicht besteht.

Häufig: Lambdasonde fehlerhaft

Unplausible oder zu langsame Signale können die Gemischregelung und Katalysatorüberwachung beeinflussen.

Häufig: Abgasanlage undicht

Undichte Krümmer, Dichtungen, Flexrohre oder Rohrverbindungen können Messwerte verfälschen.

Häufig: Zündkerzen verschlissen

Eine schlechte Zündung kann unverbrannten Kraftstoff in die Abgasanlage gelangen lassen und die Emissionswerte erhöhen.

Häufig: Zündspule fehlerhaft

Zündaussetzer führen zu unvollständiger Verbrennung und können den Katalysator thermisch belasten.

Häufig: Einspritzventil fehlerhaft

Ein undichtes, verschmutztes oder elektrisch gestörtes Einspritzventil kann das Gemisch deutlich verändern.

Häufig: Luftmassenmesser unplausibel

Falsche Luftmengenwerte beeinflussen Kraftstoffdosierung, AGR-Regelung und Verbrennung.

Häufig: Falschluft im Ansaugsystem

Undichte Schläuche oder Dichtungen können zu einem zu mageren Gemisch und instabiler Regelung führen.

Häufig: Katalysator verschlissen

Ein gealterter oder beschädigter Katalysator kann Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffe und andere Schadstoffe nicht mehr ausreichend umwandeln.

Häufig: Dieselpartikelfilter belastet

Hohe Ruß- oder Aschebeladung kann Abgasgegendruck, Regeneration und Emissionsverhalten beeinflussen.

Möglich: AGR-Ventil defekt

Eine gestörte Abgasrückführung kann Stickoxidbildung, Luftmasse und Rußentwicklung verändern.

Möglich: NOx-Sensor fehlerhaft

Ein unplausibler NOx-Wert kann die Überwachung des SCR-Systems und der Stickoxidumwandlung beeinträchtigen.

Möglich: AdBlue-Dosierung gestört

Eine fehlerhafte Pumpe, Leitung oder Dosiereinheit kann zu unzureichender Stickoxidreduzierung führen.

Möglich: Kühlmitteltemperatursensor fehlerhaft

Falsche Temperaturwerte können Kaltstartanreicherung, Warmlauf und Gemischbildung beeinflussen.

Möglich: Motor nicht betriebswarm

Ein defekter Thermostat kann verhindern, dass Motor und Abgasnachbehandlung ihre vorgesehene Arbeitstemperatur erreichen.

Möglich: Motor verbraucht Öl

Ölverbrennung kann Kohlenwasserstoffwerte, Rauchentwicklung und Ablagerungen in der Abgasanlage erhöhen.

Möglich: Kompression ungleichmäßig

Mechanischer Verschleiß an Ventilen, Kolbenringen oder Zylindern kann die Verbrennung einzelner Zylinder verschlechtern.

Möglich: Steuerzeiten fehlerhaft

Abweichende Steuerzeiten können Verbrennung, Motorlauf und Abgaswerte deutlich beeinflussen.

Möglich: Bordnetzspannung zu niedrig

Unterspannung kann Steuergerätekommunikation, Sensorik und Diagnosebereitschaft beeinträchtigen.

Möglich: Überwachungssysteme nicht bereit

Nach dem Löschen von Fehlercodes oder dem Trennen der Batterie können fahrzeugeigene Überwachungsfunktionen zunächst noch nicht vollständig abgeschlossen sein.

Selbst prüfen in 2 Minuten

  • Lesen Sie den Prüfbericht vollständig durch.
  • Markieren Sie den genauen Grund des Nichtbestehens.
  • Prüfen Sie, ob die Motorkontrollleuchte dauerhaft leuchtet oder blinkt.
  • Achten Sie auf unruhigen Motorlauf oder Ruckeln.
  • Beobachten Sie, ob das Fahrzeug Leistung verloren hat.
  • Achten Sie auf schwarzen, blauen oder weißen Rauch.
  • Prüfen Sie, ob deutlicher Kraftstoff- oder Abgasgeruch auftritt.
  • Beobachten Sie, ob der Kraftstoffverbrauch gestiegen ist.
  • Achten Sie auf auffällige Geräusche aus der Abgasanlage.
  • Prüfen Sie bei kalter Abgasanlage sichtbare Bereiche auf Rußspuren.
  • Kontrollieren Sie, ob der Motor seine normale Betriebstemperatur erreicht.
  • Notieren Sie, ob kürzlich die Batterie getrennt oder der Fehlerspeicher gelöscht wurde.
  • Löschen Sie Fehlercodes nicht erneut, bevor die Ursache dokumentiert ist.
  • Versuchen Sie nicht, technische Defekte durch eine besonders aggressive Fahrt zu kompensieren.

Der Prüfbericht enthält meist den entscheidenden Hinweis, ob ein Messwert, eine Warnleuchte, ein Diagnosestatus oder ein sichtbarer technischer Mangel beanstandet wurde. Diese Information sollte bei der Werkstattdiagnose vorliegen.

Wann die Ursache zeitnah geprüft werden sollte

Die Ursache sollte vor einer erneuten Abgasuntersuchung systematisch geprüft werden. Ein erneuter Prüfversuch ohne technische Maßnahme ist nur dann sinnvoll, wenn nachweislich die Prüfbedingungen und nicht der Fahrzeugzustand das Ergebnis beeinflusst haben.

Eine dauerhaft leuchtende Motorkontrollleuchte sollte nicht ignoriert werden, auch wenn das Fahrzeug scheinbar normal fährt. Fehler in Gemischregelung und Abgasnachbehandlung können längere Zeit unauffällig bleiben.

Wann Sie nicht weiterfahren sollten

Nicht weiterfahren sollten Sie, wenn die Motorkontrollleuchte blinkt, der Motor stark ruckelt oder deutliche Zündaussetzer auftreten. Unverbrannter Kraftstoff kann den Katalysator überhitzen und beschädigen.

Beenden Sie die Fahrt auch bei starkem Kraftstoffgeruch, Rauch, Überhitzung, ungewöhnlichen Motorgeräuschen oder erheblichem Leistungsverlust. Eine nicht bestandene Abgasuntersuchung ist dann nicht das Hauptproblem, sondern lediglich die amtlich beleuchtete Spitze davon.

Werkstatt misst und prüft…

Prüfbericht: Bewertet den genauen Beanstandungsgrund und die gemessenen Werte.
Fehlerspeicher: Liest aktive, sporadische und gespeicherte Fehler des Motor- und Abgassystems aus.
Diagnosebereitschaft: Prüft, ob die fahrzeugeigenen Überwachungsfunktionen abgeschlossen sind.
Motorkontrollleuchte: Kontrolliert Funktion, Ansteuerung und gespeicherte Fehlerursache.
Gemischkorrektur: Bewertet Kurzzeit- und Langzeitkorrekturen des Motorsteuergeräts.
Lambdasonden: Prüft Signalverlauf, Reaktionsgeschwindigkeit, Heizung und Plausibilität.
Zündsystem: Kontrolliert Zündkerzen, Zündspulen und Fehlzündungszähler.
Einspritzsystem: Prüft Kraftstoffdruck, Einspritzventile und Korrekturwerte.
Luftversorgung: Kontrolliert Luftfilter, Luftmassenmesser, Ansaugsystem und Falschluft.
Abgasanlage: Sucht nach Undichtigkeiten, Rußspuren und mechanischen Beschädigungen.
Katalysator: Bewertet Aufheizverhalten, Signalvergleich und tatsächliche Umwandlungsleistung.
Partikelfilter: Prüft Differenzdruck, Rußbeladung, Aschebeladung und Regenerationshistorie.
AGR-System: Vergleicht Sollwerte, Istwerte und Luftmassenänderung.
SCR- und AdBlue-System: Prüft NOx-Werte, Dosierung, Druck, Temperatur und Katalysatorwirkung.
Motorzustand: Kontrolliert bei Bedarf Kompression, Ölverbrauch und mechanische Verbrennungsursachen.
Abschlussmessung: Prüft nach der Reparatur Fehlerstatus, Motorlauf und relevante Abgaswerte erneut.

Warum erst die Diagnose zählt

Ein erhöhter Abgaswert lässt nicht eindeutig erkennen, welches Bauteil defekt ist. Ein hoher Kohlenmonoxidwert kann durch ein zu fettes Gemisch oder einen verschlissenen Katalysator entstehen. Erhöhte Kohlenwasserstoffwerte können auf Zündaussetzer, Einspritzprobleme oder mechanischen Verschleiß hinweisen.

Auch ein Fehlercode benennt nicht immer die tatsächliche Ursache. Eine Lambdasonde kann einen falschen Wert liefern, aber ebenso einen realen Gemischfehler korrekt melden.

Welche Maßnahme erforderlich ist, hängt von Prüfbericht, Fahrzeug, Motorbauart, Messwerten, Fehlerspeicher und technischem Zustand ab. Erst die Diagnose zeigt, ob Sensor, Zündung, Einspritzung, Abgasanlage oder Abgasnachbehandlung instand gesetzt werden muss.

Werkstattfälle aus der Praxis

Werkstattfall 1: Zündaussetzer durch verschlissene Zündkerze

Der Motor läuft nur leicht unruhig. Bei der Messung sind die Kohlenwasserstoffwerte jedoch deutlich erhöht. Eine Zündkerze verursacht sporadische Verbrennungsaussetzer.

Werkstattfall 2: Undichtigkeit vor der Lambdasonde

Der Lambdawert ist unplausibel und die Gemischkorrektur stark erhöht. Ursache ist eine undichte Verbindung im vorderen Bereich der Abgasanlage.

Werkstattfall 3: Lambdasonde reagiert zu langsam

Die Sonde liefert noch ein Signal, passt sich aber nur verzögert an Gemischänderungen an. Das Motorsteuergerät kann nicht mehr präzise regeln.

Werkstattfall 4: Katalysatorwirkung vermindert

Zündung, Einspritzung und Gemischregelung funktionieren. Die Abgaswerte bleiben dennoch auffällig, weil der Katalysator Schadstoffe nicht mehr ausreichend umwandelt.

Werkstattfall 5: AGR-Ventil bleibt geschlossen

Bei einem Dieselmotor werden erhöhte Stickoxidwerte festgestellt. Die Prüfung zeigt, dass die vorgesehene Abgasrückführung nicht stattfindet.

Werkstattfall 6: Einspritzventil undicht

Der Kohlenmonoxidwert ist erhöht und das Abgas riecht nach Kraftstoff. Ein Einspritzventil tropft nach und verursacht ein zu fettes Gemisch.

Werkstattfall 7: Fehlercodes kurz vor der Prüfung gelöscht

Es sind keine aktiven Fehler gespeichert, aber mehrere fahrzeugeigene Überwachungsfunktionen sind noch nicht abgeschlossen. Die technische Ursache war durch das Löschen ebenfalls nicht verschwunden.

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TOP Markenspezialisten finden, wenn die Abgasuntersuchung nicht bestanden wurde

Wenn ein Fahrzeug die Abgasuntersuchung nicht besteht, sollte zuerst der genaue Beanstandungsgrund ausgewertet werden. Ein spezialisierter Fachbetrieb kann Fehlerspeicher, Gemischregelung, Zündung, Einspritzung, Abgasanlage, Katalysator, Partikelfilter und SCR-System gezielt prüfen.

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FAQ

Warum besteht ein Auto die Abgasuntersuchung nicht?

Mögliche Ursachen sind Fehler im Motormanagement, eine undichte Abgasanlage, verschlissene Abgasbauteile, unvollständige Verbrennung, erhöhte Schadstoffwerte oder nicht auslesbare Diagnosesysteme.

Was wird bei der Abgasuntersuchung geprüft?

Geprüft werden abhängig von Fahrzeug und Antrieb unter anderem das Motormanagement, gespeicherte Fehler, die Funktion der Warnleuchten und relevante Abgaswerte.

Kann die Motorkontrollleuchte zum Nichtbestehen führen?

Ja. Eine leuchtende Motorkontrollleuchte weist auf einen gespeicherten Fehler im Motor- oder Abgasmanagement hin und muss fachgerecht geprüft werden.

Kann ein Lambdasondenfehler die Abgasuntersuchung beeinflussen?

Ja. Eine unplausible Lambdaregelung kann Gemischbildung, Katalysatorüberwachung und Abgaswerte beeinflussen.

Kann ein defekter Katalysator zum Nichtbestehen führen?

Ja. Wenn der Katalysator Schadstoffe nicht mehr ausreichend umwandelt, können die gemessenen Abgaswerte außerhalb des zulässigen Bereichs liegen.

Kann eine undichte Abgasanlage die Messung verfälschen?

Ja. Eindringende Außenluft oder austretende Abgase können Messwerte beeinflussen und auf einen technischen Mangel der Abgasanlage hinweisen.

Kann ein verstopfter Partikelfilter die Abgasuntersuchung beeinflussen?

Ja. Eine hohe Filterbeladung, fehlerhafte Sensorwerte oder eine gestörte Regeneration können Warnmeldungen, erhöhten Abgasgegendruck und auffällige Emissionswerte verursachen.

Kann ein defektes AGR-Ventil die Abgaswerte verschlechtern?

Ja. Eine fehlerhafte Abgasrückführung kann Stickoxidbildung, Luftmasse, Verbrennung und Rußentwicklung beeinflussen.

Kann ein Auto wegen Fehlzündungen durch die Abgasuntersuchung fallen?

Ja. Zündaussetzer können unverbrannten Kraftstoff und Sauerstoff in die Abgasanlage gelangen lassen und dadurch Abgaswerte und Katalysatorfunktion beeinträchtigen.

Hilft eine längere Autobahnfahrt vor der Abgasuntersuchung?

Ein betriebswarmer Motor kann für die Messung sinnvoll sein. Eine Fahrt behebt jedoch keine defekten Sensoren, Undichtigkeiten oder verschlissenen Abgasbauteile.

Kann man Fehlercodes vor der Abgasuntersuchung löschen?

Das Löschen beseitigt die technische Ursache nicht. Außerdem können zurückgesetzte Überwachungsfunktionen zunächst noch nicht wieder vollständig geprüft sein.

Was bedeutet ein zu hoher CO-Wert?

Ein erhöhter Kohlenmonoxidwert kann auf ein zu fettes Gemisch, unvollständige Verbrennung oder eine unzureichende Katalysatorwirkung hinweisen.

Was bedeutet ein zu hoher HC-Wert?

Erhöhte Kohlenwasserstoffwerte können durch unverbrannten Kraftstoff, Zündaussetzer, schlechte Verbrennung oder Motorverschleiß entstehen.

Wie prüft eine Werkstatt die Ursache nach einer nicht bestandenen Abgasuntersuchung?

Die Werkstatt wertet Prüfbericht, Fehlerspeicher und Messwerte aus und kontrolliert Gemischbildung, Zündung, Abgasanlage, Sensoren, Katalysator, Partikelfilter und weitere relevante Systeme.

Wann sollte man nach einer nicht bestandenen Abgasuntersuchung nicht weiterfahren?

Nicht weiterfahren sollten Sie bei blinkender Motorkontrollleuchte, starkem Ruckeln, Rauch, Kraftstoffgeruch, deutlichem Leistungsverlust oder Überhitzung.

Fachlich geprüft durch TOP Markenspezialisten

Dieser Ratgeber wurde nach den Qualitäts- und Technikstandards des TOP Auto Ratgebers erstellt und fachlich geprüft. Er unterstützt bei der Einordnung einer nicht bestandenen Abgasuntersuchung, ersetzt jedoch keine technische Diagnose des Motors und der Abgasnachbehandlung.

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